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Schirmherr
Präsidentschaftswahl in den USA
Ich grüße alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Sonneberg!
 
In der Nacht vom 4. auf den 5. November 2008 saß ich mit sechs schwarzen amerikanischen Kollegen, alle Mitglieder des Ensembles der „Ray Charles Bühnen-Show 2008“ in einem Hotel in Schlanders in Südtirol. Wir sahen alle gebannt den amerikanischen Nachrichtensender CNN. Drei Stunden vorher waren wir von dem restlos ausverkauften Theater-Publikum mit frenetischem Applaus „Bravo“- und „Obama-Rufen“ verabschiedet worden.
 
Als CNN Obama zum Sieger der Wahl 2008 erklärte, brachen wir in Jubel und Freudentränen aus, - Gänsehaut pur! Das italienische Hotelpersonal und die Hotelgäste teilten lautstark unsere Freude.
 
Endlich wird das Ende dieses Bush-Albtraums der letzten acht Jahre am 20. Januar 2009 um 12:00 mittags vorbei sein.
 
Als politischer Kabarettist hatte ich früher öfter auf der Bühne bemerkt: „Ja, klar, bekommen wir schwarzen eine Chance ins Weiße Haus einzuziehen, - es ist ein freies Land! Aber alles zu seiner Zeit. Erst muss ein Indianer, dann ein Eskimo gewählt werden, danach erst sind wir Schwarzen dran. Man muss halt Geduld haben“.
 
Barack Hussein Obama war nur ein Knirps von 6 Jahren als Martin Luther King jr. seine historische „I have a dream“ – Rede hielt, in der er eine Vision von Amerika ohne Rassen-Vorurteile und Ausgrenzung beschrieb. King wünschte sich ein Amerika, in dem seine Kinder nicht nach ihrer Hautfarbe sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.
 
Leider ist Rassismus in meiner Heimat immer noch zu Hause. Laut Medienberichten ist seit Obamas Wahlsieg ein starker Anstieg rassistischer Beleidigungen und Angriffe gegen schwarze Menschen in den USA zu verzeichnen. Das richtet sich auch gegen Menschen in Mischehen, speziell deren Kinder.
 
Doch die Mehrheit der Amerikaner hat einen Präsidenten nicht aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft gewählt, sondern aufgrund seines Charakters.
Seine Handlungen werden zeigen, dass Fähigkeit, Verantwortung und Tatkraft keine Farbe haben.
 
Was bedeutet das alles für uns hier in Deutschland, für die Bürger in Sonneberg?
 
Die Rassismus- Barriere wurde durchbrochen durch die Mehrheit der amerikanischen Wähler aller Hautfarben, besonders der Jugend. Wenn ein Großteil besonnener, informierter, aufgeklärter Bürger die alten vorgeprägten Meinungen ablegt und bereit ist umzudenken, ist es möglich, ein Dorf, eine Stadt, eine Metropole oder ein ganzes Land zu verändern. Dies geschieht unabhängig von der gesellschaftlichen oder politischen Vergangenheit. Das gibt Hoffnung – nicht nur für Amerika sondern für die Welt.
 
Am 15. Januar 2009 würde mein Held Dr. Martin Luther King jr. 80 Jahre alt. Fünf Tage später schwört ein schwarzer Mann den Amtseid als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und wird zum mächtigsten Man dieser Welt. Hätte King das erleben können!
 
Möge Gott Obama schützen, auf dass er ein guter Präsident für alle wird!
Jetzt bin ich wieder stolz, Amerikaner zu sein.
 
Ron Williams
 
Ron Williams
Geboren in Californien/USA kam Ron Williams als GI , Journalist und AFN- Sprecher nach Deutschland. Hier war er der erste US-Kabarettist. Bald bekam er auch Radio- TV- und Bühnenauftritte als Sänger und Schauspieler in ganz Europa.. Zielstrebig entwickelte er sein Multitalent und ist heute universell medienpräsent als Schauspieler (Theater, Kino, TV), Kabarettist (u.a. Lach- u. Schießgesellschaft), Sänger (akt. CD „Gotta do the right thing“ Mai 2005, Acoustic Music), mit eigenen One-Man-Shows.

Er wirkte mit in über 800 Fernsehsendungen (davon über 300 eigene, wie u.a. Ronabend, Musikszene, Spaß am Dienstag, Focus on Europe). Ebenso kennt man ihn als Fernseh- und Hörfunkmoderator.

Als Entertainer und Sänger ist er in zahlreichen Live-Konzerten mit verschiedenen eigenen Bands und Gastmitwirkungen bei diversen Bigbands immer wieder unterwegs.

Seine „Schultour für Toleranz“ (bereits weit über 80 Schulen) ist Teil seines persönlichen Engagements gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und für mehr Menschlichkeit.

Für dieses Engagement erhielt er vom Bundespräsidenten am 13.Oktober 2004 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Am 02.Februar 2007 fand die Welturaufführung der von ihm geschriebenen Musicalstory "Martin Luther King - THE KING OF LOVE" in der Berliner Kaiser-Wilhelms-Gedächtnis Kirche statt.
 

mehr Infos und Tourdaten unter www.ron-williams.de

 
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