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Liebe Freunde und Mitstreiter unseres Netzwerk für Demokratie,
die Nachricht des Osloer Nobelpreiskomitees am 09.10.2009 über die Wahl meines Präsidenten zum Friedensnobelpreisträger 2009 überraschte alle; Präsident Obama inbegriffen.
Obamas Feststellung, den Preis nicht angestrebt zu haben, seine Antwort: „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich es verdient habe, in Gesellschaft mit so vielen prägenden Menschen zu sein, die mit diesem Preis geehrt wurden. Diese Auszeichnung … gehört nicht nur einfach mir oder meiner Regierung, sie gehört allen Menschen weltweit, die für Gerechtigkeit und für Frieden gekämpft haben und kämpfen.“ bestätigt mir seine Bescheidenheit und unterstreicht genau die Qualitäten, die ihn als Ausnahmepolitiker und würdigen Preisträger auszeichnen.
Und wie es der Senator und Präsidentschaftskandidat 2004 der Demokraten, John Carry, jetzt zusammen fasste: „…das Nobelpreiskomitee habe im Grunde die amerikanischen Wähler auszeichnen wollen für ihre Kühnheit, den ersten Schwarzen - einen intellektuellen und visionären Redner – zum Präsident gewählt zu haben.“, denke auch ich.
Leider folgte für mich prompt der Schock. Nicht, weil nicht alle einverstanden waren mit der Entscheidung des Komitees, sondern wegen den zum Teil boshaften, ja gehässigen Kommentaren seiner Gegner, einiger seiner eigenen Parteifreunde und einiger ihm ursprünglich zugeneigten Wähler. Dabei schmerzt mich besonders der rassistische, neidische und höhnische Tenor, der nun stark und unverhohlen gegen die Persönlichkeit Barack Obama und seine Regierungsfähigkeit zum Ausdruck gebracht wird.
Der Rassismus im Alltag der USA ist kein Geheimnis. Die einigen Lautstarken, die nun wieder die in unserer amerikanischen Verfassung verankerten demokratischen und moralischen Werte übertönen bzw. unterlaufen wollen, machen mich traurig und zornig zugleich. Ich hatte wirklich gehofft, diese Gefühle nicht mehr empfinden zu müssen.
Aber auch wenn der Weg zu einem von Rassismus, Neid und Hass freien Leben beschwerlich ist, ist genau dieser Weg der Richtige für mich.
Barack Obama ist dafür ein Wegbereiter. In der Begründung des Komitees heißt es: „Nur sehr selten hat ein Mensch im gleichen Ausmaß wie Obama die Aufmerksamkeit der Welt gefesselt und seinem Volk Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben. Seine Diplomatie gründet auf der Vorstellung, dass diejenigen, die die Welt führen sollen, dies auf der Grundlage von Werten und Einstellungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden. Und dies sind genau die Positionen, für die das Nobelkomitee seit 108 Jahren werbe.“
Treffender kann keine Begründung sein! Und ich möchte Ihnen – ganz egal, ob Sie Befürworter, Skeptiker oder Gegner sind – hier auf diesem Wege nur meine unbeschreiblich große Freude über diese so wichtige und sinnvolle Entscheidung des Nobelpreiskomitees mitteilen.
Ron Williams
P.S.: Ich bin zur Zeit auf Theatertournee mit dem Stück „Die Nelson Mandela Story – endlich frei“. Über einen Besuch der Vorstellungen von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Weitere Infos finden Sie unter www.kempf-theater.de. |
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